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Archiv 2004: Donauklöster III Drucken

Dokumentation, 4 x 45min, DigiBeta 16:9

Die Donau – Europas einzig wahrhaft europäischer Fluss. 2880 Kilometer vom Ursprung im Schwarzwald bis zur Mündung im Schwarzen Meer – fast jeder Meter davon ist von europäischer Kultur und bewegter Geschichte umgeben.


Entlang dieses großen Zivilisationsstroms - von Beuron, "nah an der Quelle", bis in die alte Donaumetropole Wien - versuchte die große, 16-teilige Dokumentationsreihe "Donauklöster" (BRD, ORF und Tellux) eine Spurensicherung des geistig-religiösen Lebens in den Stiften und Abteien.


Blattgoldkünstler

Aber die Donau endet nicht an der Ostgrenze Österreichs. Sie fließt weiter – und seit dem Ende der europäischen Teilung wächst auch das Bewusstsein für ihre eigentliche, ihre ganze, acht Völker und drei christliche Konfessionen verbindende Mission: Protestantisch an ihrem Ursprung, katholisch bis tief in die Ebenen Pannoniens – und schließlich orthodox: der Donauraum – der "europäische" Kulturraum schlechthin!


Die dritte Staffel der "Donauklöster" möchte nun die Fortsetzung unserer Klösterreise in eine Welt ermöglichen, in der das katholische Barock mit den Benediktinern der ungarischen Erzabtei Pannonhalma langsam zurücktritt – und mehr und mehr byzantinische Kuppeln vom spirituellen Erbe des "anderen Europa" erzählen. Hier – entlang der Ufer der Slowakei (Regie: Christian Kugler), Ungarns (Regie: Károly Koller), Serbiens (Regie: Juri Köster) und Rumäniens (Regie: Volker Schmidt) – erreicht die Biografie dieses großen europäischen Schicksalsstroms ihren Höhepunkt und Abschluss. Bis sich die Donau irgendwo in der sumpfigen Weite ihrer Mündung verliert.


Östlich von Wien sind es nicht mehr nur die großen Klosterpaläste entlang des Stroms, die prunkvollen Himmelspforten der bayerischösterreichischen Donau, deren Mönche und Nonnen diesen dritten Teil der "Donauklöster"-Reihe prägten.


Unter den gnadenlosen Schlägen von Kriegen und Diktaturen hat sich die große Geschichte des christlichen Mönchtums im östlichen Donauraum auf kleine, oft versteckte und bis vor wenigen Jahren geschundene Klostergemeinschaften der bulgarischen oder rumänischen Orthodoxie reduziert.


romantische Abendstimmung an der Donau

Auch heute noch, mehr als ein Jahrzehnt nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen, sind ihre Bewohner vielfach gefangen in einer Welt bitterer Armut und Verlorenheit; überfordert allein vom Auftrag, die schrecklichen Verwüstungen der Vergangenheit zu überwinden.


Und doch erfüllt von der Hoffnung, dass dieses neue, zusammenwachsende Europa eines Tages wieder aus "zwei gesunden Lungen" atmen könnte: Aus einer versöhnten Verschiedenheit von West- und Ostkirche.


Diese dritte Dokumentations-Serie entspricht nicht nur der historischen und religiösen Logik und filmischen Kontinuität der "Donauklöster"-Reihe. Sie entspricht auch dem Auftrag, im Zeichen der "Europäisierung" Zentral- und Osteuropas das Wissen um das große gemeinsame Erbe zu vertiefen – und den Interessierten den Blick für das Andere und Gemeinsame im Christentum des Ostens näher zu bringen.


Stabliste

Kamera:

Harald Mittermüller, Robert Neumüller,

Tobias Corts 

Kameraassistenz:

Roland Winkler, Christian Stolz
Gerhard Kaiser, Nicu Mihailescu,

Jannis Frick 

Komposition: 

Hannes Bertolini 

Tonmischung:

Thomas Kathriner 

Schnitt:

Markus Wogrolly 

Produktionssekretariat:

Marlene Nowotny, Sophie Schlapka 

Produktionskoordination: 

Claudia Jünger

Produktionsleitung:

Caroline Zichy 

Herstellungsleitung: 

Alecsander Faroga 

Producer:

Golli Marboe 

Produzent:

Martin Choroba 

Redaktion:

Martin Posselt (BR),

Christoph Guggenberger (ORF),

Heinz Nußbaumer (ORF) 


Die "Donauklöster" sind eine Coproduktion zwischen BR, ORF und Tellux-Film München.


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